Montag, 5. Juli 2010

DB will Fahrkarten-Automaten abschaffen

Der Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube hat eine Vision. Er möchte über kurz oder lang die Fahrkarten-Automaten abschaffen und Reisende sollen nur noch mit ihrem Smartphone reisen.

In der Mitteilung heißt es das Grube es selbst erlebt habe, wie lästig doch Kleingeld sein kann, wenn dies für eine Fahrkarte fehle. Vielleicht sollte Herr Grube sein Automaten mal genauer in Augenschein nehmen, die meisten der Automaten, nehmen Geldschein oder akzeptieren EC- oder Kreditkarte.

Ganz abgesehen davon wird Herr Grube sicher eine Bahncard 100 der 1.Klasse besitzen, so als Chef der Bahn.
Da fällt es mir schwer zu glauben, das es ihm lästig war nach Kleingeld zu suchen. *g*

Und vielleicht sollte Herr Grube mal wieder in ein Reisebüro mit DB-Lizenz gehen, da gibt es gut ausgebildete Reiseverkehrskaufleute, die ihm sicher gern eine Fahrkarte verkaufen würden. Doch mit seiner Vision werden neben diesen Arbeitsplätzen, auch die in die Reisezentren schwinden und genau das ist es doch, was letztendlich dahinter steckt, sparen um die Aktionäre zu bedienen.

Das geht beim Personal am einfachsten oder vielleicht braucht die DB noch an andere Stelle viel Geld, ich hörte von einem Projekt der Superlative in Baden-Württemberg, Stuttgart 21, das soll schlappe 4 Milliarden verschlingen.

Sicher dieser Bahnhof benötigt einen neuen Anstrich, aber dieser Wahnsinn der in Stuttgart abgeht, sprengt alle Dimensionen. Fragt mal die Stuttgarter, die sind nicht gerade gut auf dieses Projekt zu sprechen. Kein Wunder, denn einen Bahnhof dieser Größe braucht Stuttgart sicher nicht, eher einen mit neuen Anstrich.

Und noch ein Frage Herr Grube, verteilen sie dann kostenlos Smartphones? Es gibt Millionen Bürger die sich so ein Gadget gar nicht leisten können oder wollen und wären so von ihrer Vision ausgeschlossen, wenn sie mit der Bahn fahren möchten oder müssen. Ich vermute diese Menschen dürfen dann im DB-Reisecenter anrufen und sich eine Fahrkarte zuschicken lassen, für einen ordentlichen Aufschlag.    

Kommentare:

  1. Hier handelt es sich wohl eher um eine übereilte Äußerung von Herrn Dr. Grube, welcher man wohl wenig Glauben schenken kann.

    Wie sonst erklären sich folgende Fakten?

    •Die für den Automatenvertrieb zuständige Abteilung wurde/wird personell massiv aufgestockt.
    •Die DB führt zum 01.08.2010 eine kostspielige, mit dem Fraunhofer Institut entwickelte Bedienoberfläche am Automaten eine. Diese Oberfläche ändert zwar den Bedienablauf, bedeutet aber für den Kunden keinerlei Erleichterung bzw. Verbesserung.
    •Die DB rollt seit einiger Zeit bundesweit rund 7.000 neue Automaten aus.

    Wenn Herr Dr. Grube seine Äußerungen ernst meint, sollte er die Fehlinvestitionen umgehend stoppen.
    Der Bundesrechnungshof bzw. der Eigentümer werden es ihm danken!

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  2. Herzlichen Dank für die ausführlichen Informationen. So würde die Aussage von Herrn Grube in der Tat wenig Sinn ergeben.

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