Dienstag, 13. April 2010

Albtraum

Heute morgen bin wie gerädert vor dem klingelnden Wecker wach geworden, was ungewöhnlich ist, da ich eher eine Eule bin und morgens normalerweise nie ohne Wecker wach werde. Jedenfalls nicht um 07:00 Uhr.

Ich guckte um mich und war ziemlich verwirrt, denn es schossen mir seltsamen Gedanken durch meinen nicht wachen Verstand. Ich versuche das mal zu ordnen. Es ging in diesem Albtraum um meine damalige Freundin, die ich der Schule kennen lernte. Wir waren mehrere Jahren zusammen, was ja im Alter von 16 Jahren (der Zeitpunkt wo wir uns kennen lernten), eher selten vor kam.

Und ich möchte mal behaupten, wenn wir uns ein paar Jahre später kennengelernt hätten, dann wären wir sicher verheiratet oder in einer Lebensgemeinschaft. Es war eine sehr schöne Zeit, die wir beiden hatten und ich möchte diese nicht missen.

In dem Traum ging es ungefähr darum, das wir uns ca. 1 Jahr nach unserer Trennung wieder getroffen haben. Wir freuten uns wiederzusehen und vereinbarten, das wir uns ein paar Tage später auf einen Kaffee in einer uns bekannten Schulkneipe treffen wollten, um über Gott und die Welt zu sprechen.

Am besagten Tag radelte ich fröhlich los, denn ich freute mich auf das Gespräch und war neugierig, was ich alles so erfahren würde und ich freute mich auch darauf Sie wiederzusehen. Ich war ungefähr zwei Straßen vom Treffpunkt entfernt, da hörte lautes Tatü Tata. Ich dachte mir nichts dabei, radelte weiter und bog in die Straße ein, in der die Kenipe lag.

Was ich jetzt sah, versetzte mir einen Schlag in die Magengrube, denn die Kneipe brannte lichterloh und das Feuer hatte bereits das halbe Haus erfasst. Die Berufsfeuerwehr war schon vor Ort und versuchte das Feuer in den Griff zu bekommen. Ich näherte mich der Absperrung, die die ebenfalls eingetroffene Polizei, bereits aufgestellt hatte.

Ich lies mein Fahrrad fallen und fragte einen Polizisten, ob er eine junge Frau (ich beschrieb sie kurz) gesehen hätte, doch er verneinte und auf die Frage, ob sich denn noch jemand in der Kneipe befunden hätte, konnte er mir auch keine zufriedenstellende Antwort geben.

Ich setzte mich auf eine Mauer, die etwa 2 Meter von der Absperrung entfernt war und schnaufte erst mal durch und dachte mir, es ist alles in Ordnung, gleich kommt sie um die Ecke, sie hat sich nur verspätet. So saß ich da noch bestimmt 2 Stunden, doch nichts tat sich.

In der Nähe befand sich eine Telefonzelle. Ich kramte Kleingeld aus meinem Portemonnaie und rief bei ihr zu Haus an. Es tutete aus dem Hörer eine halbe Ewigkeit, doch keiner nahm ab und ich legte wieder auf. Nach einer weiteren halben Stunde, fragte ich den Polizisten noch einmal und bekam die gleiche Antwort wie vor knapp 3 Stunden. Der Polizist riet mir nach Hause zu fahren und es würde sich sicher alles aufklären.

Nach einer schlaflosen Nacht und weitere 10 Stunden später, kam ich nach Haus. Meine Mutter öffnete mir die Tür mit Tränen in den Augen. Sie nahm mich in den Arm und flüsterte mir etwas ins Ohr, was ich nicht verstand, aber das brauchte ich auch gar nicht. Ich wusste was passiert war, etwas ganz furchtbares...

Hier wachte ich dann völlig erschlagen in der Realität auf und ein paar Minuten später, nach dem ersten Kaffee, fragte ich mich, warum mir mein Unterbewusstsein so etwas als Traum präsentiert. Den ganzen Tag bekam ich diese Gedanken nicht mehr aus dem Kopf... 

Kommentare:

  1. Im ersten Moment hört es sich wirklich nach einem Albtraum an, aber vielleicht solltest du den Kontakt zu ihr aufnehmen/suchen? Von irgendwoher muss der Impuls zu deinem Traum ja kommen - hat sie etwa an dich gedacht...? Laß mich wissen, was draus geworden ist!

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. @Tali: Huch, warum hast du deinen Beitrag entfernt? :-)

    @Heidi: Ich habe in der Tat gestern Abend ihre Schwester angerufen und mich indirekt erkundigt, ohne über den Traum zu sprechen. Alles ist gut. Sie ist seit langem glücklich verheiratet und Mutter. Trotzdem ist und bleibt es seltsam, warum gerade jetzt und in der Intensität. ;-)

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  4. Tja, Mac,
    die Wege, die das Leben nimmt, sind manchmal seltsam und verschlungen... ;-)
    Auf jeden Fall wars ne gute Geschichte.

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  5. @Tali: Huch, warum hast du deinen Beitrag entfernt?

    Naja...^^

    Ich war und bin immer noch der Meinung, wenn dieser Traum so war, hast Du Dich wohl vorgestern Nacht von ihr verabschiedet.

    Und das stand dann hier in deutlichen Lettern.
    Wenn sich nun bei Deinen 'Nachforschungen' herausgestellt hätte, daß ihr wirklich gerade da 'was passiert' ist, dann hätte das was von einer 'selbsterfüllenden Prophezeihung' gehabt.

    Das hätte mir unendlich leid getan.

    Und dann fand ich auf einmal mein ganzes Geschreibsel viel zu persönlich und viel zu 'laien-psychologisch'.

    Sieh es mir bitte nach - ich wollte nicht weh tun.

    Schön, daß 'es' sich insofern positiv 'geklärt' hat...

    Grüß'le - dat Tali

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